Monatsrückblick Mai 2025 – Ein neues Leben beginnt
Manchmal fühlt es sich an, als würde die Welt stillstehen und gleichzeitig alles in uns neu erwachen. Genau so war unser Mai.
Nach zwei gescheiterten Versuchen hat es diesmal geklappt: Unsere Magenverkleinerung liegt hinter uns. Der Eingriff, den wir so lange aufgeschoben, vorbereitet, abgewogen und dann doch gewagt haben, ist endlich gelungen. Im dritten Anlauf. Und ja, wir sind stolz. Müde, wund, vorsichtig, aber stolz.
Warum wir diesen Schritt gegangen sind
Für viele ist es nur ein medizinischer Eingriff. Für uns war es ein Akt der Selbstfürsorge. Ein Ja zu einem Leben, das sich leichter anfühlen darf. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Denn Übergewicht war bei uns nicht einfach da, es war Schutz, Ausdruck, Trauma, Grenze und Protest. Und manchmal eben auch ein stilles Überleben.
Dass wir diesen Schutz nun langsam loslassen können, fühlt sich an wie ein Sprung ins Unbekannte. Aber einer, den wir bewusst gewählt haben.

denn genau das hatten wir bereits.
Endlich ein Erfolg – Neues Leben beginnt
Diesmal hat es funktioniert und wir können unsere Glücksgefühle gar nicht beschreiben, aber vielleicht zeigt es ja dieses Bild, was wir am Tag der OP gemacht haben.

Neues Leben – Neu lernen
Wenn ein neues Leben beginnt, heißt es auch oft: Neu lernen! Und genau so ist es auch mit dem Trinken und Essen (auch wenn weiterhin für 2 Wochen flüssig) 😜.


Bis das mal wirklich angekommen ist…
Mittwochs war die OP und Freitag dürfen wir schon gehen 🥰 Und irgendwie dauert es immer noch, bis es wirklich realisiert ist. 9 Monate hat der ganze Weg gedauert, mit mehreren 3 Aufenthalten im Krankenhaus, mit jeweils 3 Wochen Flüssigphase davor, und jetzt ist es wirklich geschafft? Wir konnten es sehr lange nicht glauben, um ehrlich zu sein,

Nur noch zur Ernährungsberatung, auf den Arztbrief warten und dann dürfen wir nach Hause! Und diesmal wirklich mit Schlauchmagen 🥰
Gedanken, die uns begleitet haben
- Veränderung ist kein Ziel, sie ist ein ständiger Prozess.
- Es ist okay, Angst zu haben, solange wir nicht stehenbleiben.
- Unser Körper hat so viel getragen. Es darf jetzt leichter werden, in jeder Hinsicht.
- Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für Veränderung. Aber es gibt den Moment, in dem wir bereit sind.
- Manchmal beginnt Selbstliebe mit einem Krankenhaushemd und Brühe in kleinen Schlucken.
- Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotzdem weiterzugehen, in Etappen, mit weichen Knien.
- Wenn etwas zum dritten Mal klappt, ist das keine Niederlage, sondern ein Zeichen von Dranbleiben.
Was uns überrascht hat
Wir dachten, wir müssten uns zwingen, diszipliniert zu sein. Stattdessen war da plötzlich eine Ruhe in uns. Ein neues Körpergefühl, das sagt: „Ich bin da. Und ich will leben.“ Keine schnelle Transformation, kein Social-Media-Glow-Up.
Sondern einfach: Alltag. Verdauen. Spüren. Schritt für Schritt.














































